Die Gemeinde Kastelruth startet den Prozess „Kastelruth 2040“

Bei der Bürgerversammlung vom 1. Oktober wurde das Projekt und der Zeitplan zur Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms erstmals der Kastelruther Bevölkerung vorgestellt. „Für die kommenden 2 Jahre haben wir uns als Gemeinde Kastelruth viel vorgenommen. Wir starten den Prozess „Kastelruth 2040“ – mit dem Ziel, unsere Gemeinde auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten und somit Kastelruth fit für die Zukunft zu machen“, so Bürgermeisterin Cristina Pallanch.

Am Mittwoch, 1. Oktober war es soweit: In einem gut besuchten Saal des Kulturhauses in Seis wurde den Interessierten der Prozess „Kastelruth 2040“ vorgestellt. Im Zuge des Prozesses „Kastelruth 2040“ werden die kommenden 2 Jahre im Besonderen im Zeichen der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms stehen.

Doch worum handelt es sich beim Gemeindeentwicklungsprogramm und was beinhaltet der Prozess „Kastelruth 2040“?

Das Gemeindeentwicklungsprogramm stellt grundsätzlich ein langfristiges Planungsinstrument dar, das Projekte und Ziele für eine umfassende nachhaltige Entwicklung einer Gemeinde vorsieht. Die entsprechende Planung und Ausarbeitung muss dabei unter Berücksichtigung der Landesplanung – beispielsweise der Ziele des Klimaplans Südtirol 2040 oder des Landesmobilitätsplanes erfolgen. Konkret bedeutet dies: Das Gemeindeentwicklungsprogramm umfasst die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsziele einer Gemeinde, die die Raumnutzung beeinflussen können. Man denke hierbei etwa an die Bereitstellung von Wohnraum oder öffentlichen Freiräumen, an die Mobilität und an die Erreichbarkeit, aber auch an die Tourismusentwicklung.

In den nächsten 2 Jahren legt die Gemeinde Kastelruth den Grundstein für ihre Entwicklung in den kommenden 15 Jahren. In diesem Zusammenhang ist es der Gemeindeverwaltung ein großes Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger, aber auch alle Vereine und Verbände auf dieser Reise mitzunehmen und bei der Erarbeitung des Programms bestmöglich einzubeziehen. Dieser Punkt, die Beteiligung von Bevölkerung, Verbänden und Vereinen bei der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms, soll deshalb ein wesentliches Element des Prozesses „Kastelruth 2040“ bilden. „Aus diesem Grund war es uns wichtig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger bereits bei der Informationsveranstaltung teilnehmen. Wir wollten ihnen damit von Beginn an die Möglichkeit geben, sich ein Bild vom Prozess „Kastelruth 2040“ zu machen und sich über die nun anstehenden Schritte zu informieren. Deshalb freuen wir uns natürlich über das große Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen, die wir von den Bürgerinnen und Bürgern dazu erhalten haben“, erklärt die Bürgermeisterin.

Gemeinsam die Zukunft unserer Gemeinde aktiv gestalten!

Das soll laut Bürgermeisterin Pallanch das Motto beim Prozess Kastelruth 2040 sein. So werde neben der Expertise der beauftragten Techniker die Einbindung der Bevölkerung, aber auch aller lokalen Sport- und Kulturvereine sowie aller Wirtschafts- und Sozialverbände eine tragende Säule des Prozesses bilden. Dieser Prozess dürfe jedoch nicht als Wunschkonzert missverstanden werden. „Darum geht es uns nicht. Es wird in den nächsten Wochen und Monaten vielmehr darum gehen, unter Berücksichtigung der Landesvorgaben die Entwicklung der Gemeinde Kastelruth in die eigenen Hände zu nehmen und so unsere Gemeinde fit für die Zukunft zu machen“, erklärt Pallanch.

Der Fahrplan für das kommende Jahr steht!

In einer ersten Phase des Prozesses Kastelruth 2040 steht die Analyse der Ist-Situation im Mittelpunkt. Diese erfolgt auf zwei Ebenen: Zum einen auf technischer Ebene, wo die beauftragten Fachleute eine umfassende Bestandsaufnahme der Gemeinde Kastelruth durchführen – von der räumlichen Struktur bis zu zentralen Infrastrukturbereichen. Zum anderen werden Bevölkerung, Vereine und Verbände aktiv in die Analyse einbezogen. In den kommenden Wochen werden daher alle Sport- und Kulturvereine sowie Sozial- und Wirtschaftsverbände kontaktiert. Ziel ist es, ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen in den Entwicklungsprozess einzubringen. Gleichzeitig sind alle Kastelrutherinnen und Kastelruther eingeladen, sich an der Aktion „Ideenbox“ zu beteiligen und ihre Vorstellungen, Vorschläge und Wünsche für die Zukunft der Gemeinde mitzuteilen. Die Teilnahme ist ganz einfach:
digital über ideen@kastelruth2040.bz oder in Papierform – in den in der Gemeinde aufgestellten Ideenboxen (siehe Infobox mit Standorten).

„Uns ist es wichtig, dass die Menschen, die in Kastelruth leben und wirken, ihre Perspektiven einbringen. Nur so entsteht ein Entwicklungsprogramm, das wirklich aus der Mitte unserer Gemeinde wächst“, erklärt Bürgermeisterin Cristina Pallanch.

„Aufbauend auf diese Erkenntnisse wird man sich in einem zweiten Schritt an die Bevölkerung wenden, indem von der Gemeinde Kastelruth eine allgemeine Bürgerbefragung gestartet wird. Bei dieser Befragung werden alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren die Möglichkeit haben, Ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge abzugeben. „Auf diese Weise wollen wir den Kastelrutherinnen und Kastelruthern die Gelegenheit bieten, sich aktiv zu beteiligen und Ihre Sicht zur aktuellen Situation darzulegen“, so Bürgermeisterin Pallanch.

Ist die Analyse des Ist-Zustandes einmal abgeschlossen, so geht es an die programmatische Planung und an die konkrete Ausarbeitung der Entwicklungsziele. Mit dieser Phase will man gegen Mitte des nächsten Jahres beginnen. Die Beteiligung der Bevölkerung, der Verbände und Vereine bei der konkreten Ausarbeitung des Programms soll auch in dieser Phase ein sehr wichtiges Element darstellen.

Was den zeitlichen Rahmen des Prozesses „Kastelruth 2040“ betrifft, so hat Bürgermeisterin Cristina Pallanch ein sehr ambitioniertes Ziel ausgegeben: Bis zum Ende des Jahres 2027 soll der Prozess abgeschlossen und das ausgearbeitete Gemeindeentwicklungsprogramm stehen. „Der Auftakt ist mit der gelungenen Bürgerversammlung jedenfalls geglückt und nun freue ich mich jedenfalls auf die kommenden sehr intensiven, aber zugleich auch sehr spannenden Monate“, so Bürgermeisterin Cristina Pallanch abschließend.

Ihre Meinung zählt!

Haben Sie Fragen, Ideen oder Anregungen zum Prozess Kastelruth 2040 oder zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde?
Dann schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihre Rückmeldung an ideen@kastelruth2040.bz